Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Good-Practice Wettbewerbe

Im Rahmen der Konferenz "Europas Neues Gesicht. Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa - von Herausforderungen zu Chancen" wurden sechs europäische Projekte ausgezeichnet, die sich erfolgreich für die Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte engagieren. Den Gewinnern wurde der Preis "Aktives Altern und soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa" verliehen und jeweils eine Urkunde und Geldpreis überreicht.  Der Wettbewerb wurde in zwei Kategorien durchgeführt. Die jeweils ersten Preise wurden gestiftet von der NRW.BANK.

 

Wettbewerb I - gemeinnütziger Sektor

Der Good Practice Wettbewerb I richtete sich an Organisationen und Vereine aus dem gemeinnützigen Sektor.

Herr Ernst Gerlach, Vorstandsmitglied der NRW.BANK, die Förderer des Projekts ist, hielt die Laudatio.

Der 1. Preis ging an die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V. (Deutschland) für das Projekt "Interkulturelle Seniorenarbeit", das für ältere Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern ein breit gefächertes Angebot für mehrsprachige Beratung und kultursensible Freizeitgestaltung anbietet.

Den Preis nahm Frau Fatma Taspunar entgegen.

Informationen zum Projekt unter: www.awo-hannover.de

 

Den 2. Preis erhielt der Caritas-Verband Paderborn e.V. – Integrationsagentur (Deutschland) für das Projekt "Internationaler Besuchsdienst", bei dem sich Frauen mit Zuwanderungsgeschichte für die Bewohnerinnen und Bewohner eines Altenheims durch regelmäßige Besuche, gemeinsame Freizeitunternehmungen und Unterstützung in Problemlagen engagieren.

Den Preis nahmen Herr Hezni Barjosef, Frau Monika Stricker, Frau Ismuni Yalçin und Frau Miriam Ercan entgegen.

Informationen zum Projekt unter: www.caritas-pb.de

 

Der 3. Preis wurde vergeben an den Caritasverband Mannheim e.V. (Deutschland) für das Projekt "Ferienfrühstück mit Teenies", bei dem sich Jugendliche und ältere Spätaussiedler in den Ferien zum gemeinsamen Frühstück treffen.

Den Preis nahmen Frau Anna Felix und Frau Rita Deep entgegen.

Informationen zum Projekt unter: www.caritas-mannheim.de

 

Wettbewerb II - öffentliche Verwaltung und NROs

An dem Good-Practice Wettbewerb II konnten sich Gemeinden, Landkreise, kommunale Spitzenverbände, Stadtverwaltungen, Sozialämter, Wohnungsunternehmen und -genossenschaften sowie Nichtregierungsorganisationen beteiligen.

Herr Bürgermeister Roland Schäfer, Präsident des Nordrhein-Westfälischen Städte- und Gemeindebunds, der Partner des Projektes ist, führte durch die Preisverleihung.

Der 1. Preis ging an The City of Edinburgh Council, Edinburgh, Großbritannien, für das Projekt "A  City for All Ages - Today & Tomorrow" das seit 1999 besteht. Es ist eine Initiative von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und ihren Vertretern, die sich für Chancengleichheit und Anti-Diskriminierung sowie die Bedürfnisse von älteren Angehörigen ethnischer Minderheiten einsetzen.

Den Preis nahmen Frau Glenda Watt und Frau Neena Agarwal entgegen.

Informationen zum Projekt unter: www.edinburgh.gov.uk/acfaa

 

Den 2. Preis erhielt das multikulturelle Pflegehaus De Schildershoek in Den Haag, Niederlande, für das Projekt "Elkaar bgrijpen helpt" (Einander zu verstehen hilft). In dem Pflegeheim leben ältere Menschen aus zwanzig verschiedenen Nationen. Damit die Verständigung im Alltag für die Bewohner erleichtert wird, hat De Schildershoek zweisprachige Kommunikationsbücher mit Pictogrammen jeweils in Niederländisch und einer der fünf Sprachen Spanisch, Arabisch, Chinesisch, Türkisch und Surinamisch entwickelt.

Den Preis nahmen Frau Els de Quant und Herr Rene E. Nollkämper entgegen.

Informationen zum Projekt unter: www.schildershoek.nl

 

Der 3. Preis wurde vergeben an MOBIAGE Resource Centers for Elderly Migrants, Dobrich, Bulgarien. In den vergangenen Jahren war Bulgarien ein Auswanderungsland. Seit ein paar Jahren siedeln sich immer mehr ältere Menschen aus anderen EU Mitgliedstaaten ganz oder saisonal in der Schwarzmeerregion an. MOBIAGE  fördert durch Sprachkurse und Beratung der neuen Einwohner sowie der lokalen Behörden die Integration dieser neuen Gruppe älterer Zuwanderer in die bulgarische Gesellschaft.

Den Preis nahm Frau Tanya Stoyanova entgegen.

Informationen zum Projekt unter: www.mobiage.net

 

Wettbewerbskriterien

Gesucht wurden die besten europäischen Projekte  im Themenfeld   "Aktives Altern und soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa". Projekte, die das Planungsstadium bereits verlassen hatten und aktiv umgesetzt wurden, waren eingeladen sich für die AAMEE Good Practice Wettbewerbe I oder II zu bewerben. Aufgerufen waren Projekte aus allen EU Mitgliedstaaten.

Folgende Organisationen konnten sich für den AAMEE Good-Practice Wettbewerb I bewerben: Migrantenselbstorganisationen, Wohlfahrtsverbände, kirchliche Einrichtungen, Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Verbände.

Für den AAMEE Good Practice Wettbewerb II konnten sich folgende Organisationen bewerben: Gemeinden, Landkreise, kommunale Spitzenverbände, Stadtverwaltungen, Sozialämter, Wohnungsunternehmen und -genossenschaften und Nichtregierungsorganisationen.

Die sich bewerbenden Projekte mussten darlegen, wie das ehrenamtliche Engagement für und mit älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Rahmen ihrer Arbeit umgesetzt wurde.

Die Bewerber sollten nach Möglichkeit zu folgenden Kriterien Stellung nehmen: Innovation, Chancengleichheit, qualitative Verbesserung der sozialen, kulturellen und / oder wirtschaftlichen Integration von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Vernetzungsstrukturen und Kooperation, Nachhaltigkeit sowie Wissenstransfer zum Nutzen der sozialen, kulturellen und / oder wirtschaftlichen Integration von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte:

  1. Projekte sollten innovativ sein. Mit Innovation ist die Umsetzung neuer Ideen in Produkte oder Dienstleistungen gemeint.
  2. Projekte sollten positive Auswirkungen auf die Umsetzung von Chancengleichheit und Antidiskriminierung ausüben.
  3. Projekte sollten eine qualitative Verbesserung der sozialen, kulturellen und/oder wirtschaftlichen Integration von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bewirken. Integration beschreibt einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens verschiedener Gesellschaften. Im Gegensatz zur Assimilation (völlige Anpassung), verlangt Integration nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.
  4. Mit dem Kriterium Vernetzungsstrukturen und Kooperation ist die Zusammenarbeit mit anderen Projektpartnern und die Vernetzung mit anderen relevanten Akteuren gemeint.
  5. Nachhaltigkeit des Projekts bedeutet, dass dieses dauerhaft angelegt ist und
über eine langfristige Stabilität verfügt.
  6. Wissenstransfer heißt, dass im Rahmen eines bestimmten Prozesses (wie z.B. Evaluation) Wissen von einem Menschen zum anderen übertragen wird (z.B. über Medien wie Bücher, Internet oder Datenbanken). Diese Übertragung von Wissen soll der sozialen, kulturellen und/oder wirtschaftlichen Integration von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu Gute kommen. Das bedeutet z.B., dass Vereine von den Erfahrungen anderer Organisationen profitieren können.

 

Die Bewerbungen wurden von einer internationalen Jury bewertet. Die Mitglieder der Jury stammen aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, dem freigemeinnützigen Sektor, Körperschaften des öffentlichen Rechts und Migrantenselbstorganisationen. Ziel des Wettbewerbs war u.a. die Entwicklung von Empfehlungen für die EU zu ehrenamtlichen Tätigkeiten älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Ausschreibungszeitraum war vom 15. März 2008 bis 30. August 2008.

 

Deutsche Welle

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Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen

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Städtetag Nordrhein-Westfalen

Städtetag NRW

 

Landkreistag Nordrhein-Westfalen

Landkreistag

 

Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen

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Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen Nordrhein-Westfalen (LAGA NRW)

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Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen e.V.

Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen e.V.

 

Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn

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European Volunteer Centre (CEV)

cev

 

Förderung

 

NRW.BANK

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