
Rückblick "Europas neues Gesicht. Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa - von Herausforderungen zu Chancen"
Im Rahmen des europäischen Projektes „Active Ageing of Migrant Elders across Europe" (AAMEE) fand vom 30. September bis 02. Oktober 2008 in Bonn die erste internationale Konferenz „Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa - von Herausforderungen zu Chancen" im World Conference Center (WCCB) statt. Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis diskutierten und berieten über die Chancen, die sich durch die Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für die Gesellschaft ergeben und welche Herausforderungen auf kommunaler, nationaler wie internationaler Ebene zu meistern sind.
Die Konferenz war von der Leitidee geprägt, die Lebensleistung älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stärker als bisher anzuerkennen, die sie für die Aufnahmeländer und für ihre Herkunftsländer geleistet haben. Mehr als bisher soll die wachsende kulturelle Vielfalt im Alter in Europa als soziale, kulturelle und wirtschaftliche Chance und als Bereicherung gesehen werden.
Fragen der Integration und Teilhabe älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind auf der europäischen politischen Agenda noch neu. Ziel der Konferenz und des Projektes AAMEE ist es, die Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf die Agenda Europas zu setzen.
Wesentliche Ergebnisse der Konferenz sind die Etablierung eines europäischen Forschungsnetzwerkes und die Verabschiedung des "Bonn-Memorandum: Aktives Altern von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte", das Leitlinien für ein neues Verständnis und Handlungsempfehlungen für die europäischen, nationalen und lokalen Entscheidungsträger zur Verbesserung der Lebenssituation und für die Integration und Partizipation älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa enthält. Von zentraler Bedeutung ist die Partizipation der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte an der Umsetzung der Empfehlungen.
Herr Wesley Grant (Leeds Older People`s Forum):
"Wichtig ist, dass diese für Europa so einschneidende Debatte auch nach der Konferenz ebenso intensiv weitergeführt wird."
Frau Miriam El Osri (Antwerps Minderhedencentrum):
"Entscheidend für den Erfolg wird sein, dass aus der Konferenz ein internationales Networking entsteht. Denn die einzelnen Foren haben gezeigt, dass viele Länder vor derselben Herausforderung stehen."
Frau Dhanda Harjinder (Age Concern Hillingdon):
"Ich genieße diese wunderbar organisierte Veranstaltung und nehme viele wertvolle Impulse mit."
Herr Martin Pertsch (freier Journalist):
"Mich hat die Vielschichtigkeit des Themas überrascht und gleichzeitig beeindruckt."
Herr Dr. Bernhard Worms (Staatssekretär a. D., Präsident der Europäischen Senioren Union):
"Die Konferenz bringt das breitgefächerte Thema von älteren Migranten und den unterschiedlichen Migrationsflüssen perfekt auf den Punkt. Herzliche Gratulation."
Frau Stefanie Burghardt (Stadt Euskirchen):
"Derzeit ist die nationale und internationale Datenlage für eine effektive Arbeit noch unzureichend. Gerade hier wünsche ich mir weitere Beiträge."
Frau Prof. Dr. Ursula Lehr (Bundesministerin a. D., BAGSO e.V.):
"Diese Konferenz ist ein äußerst wichtiger Beitrag für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, denn sie rückt dieses gesellschaftsrelevante Thema erstmals in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses."
Wir möchten uns bei allen unseren Partnern und Förderern sehr herzlich für ihr Engagement bedanken, das wesentlich zum Erfolg der Konferenz beigetragen hat.
Das Projekt AAMEE wird gefördert von der Europäischen Kommission; die Inhalte dieser website geben nicht die Meinung der Europäischen Kommission wieder.